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The Great Ocean Walk (Part 2)

An unserem vierten Morgen waren unsere Mitcamper schon auf dem Weg nach Ryens Den, gegen Mittag brachen wir dann auch in diese Richtung auf. Der Weg hat uns stark an Neuseeland erinnert, die grüne Landschaft, die vielen Hügel und kleinen Täler ließen die Umgebung wie aus einem Film wirken. Während wir uns umschauten sahen wir unzählige Kängurus unter uns rasten, ganz in der Nähe von grasenden Kühen. Kurz darauf war eines der Kängurus auch auf unserem Weg, starrte uns eine ganze Weile an bis wir uns auf es zu bewegten, und sprang dann gemütlich weg.



Starren und faulenzen ist wohl typisch für das Tierreich hier.
Keine 100m weiter lugten dann plötzlich mehr als 15 Känguruköpfe über die Schwelle des Hügels direkt neben uns und wir nahmen uns die Zeit daraus ein kleines Video zu zaubern. Wo man noch vor einer Woche glücklich war sein erstes Känguru gesehen zu haben, können wir jetzt schon gar nicht mehr mitzählen, so viele große Springer haben wir auf dem Weg gesehen.

Danach ging es dann aber leider mit viel Straße weiter, hoch und wieder hinunter, man konnte dann auch nicht mehr ganz so viel von der Pracht um uns herum sehen. Dafür kamen wir an einem kleinen Häuschen vorbei, an dem ein Mann Wasserflaschen zur freien Verfügung aufgestellt hatte, eine nette Geste für durstige Wanderer.



Doch wir brauchten an dieser Stelle keine Erfrischung, unserer top Organisation zu verdanken. Nach diesem eher langwierigen Teil der kleinen Reise, fing es dann im Wald an zu regnen - ein durchgehendes tropisches Stippen, das die Kleidung nahezu komplett durchnässt hat. Schönes Wetter. Und das sollte zu unserer Ernüchterung auch so bleiben. So liefen wir dann den Rest der Strecke im Nassen, wobei wir eine lange Zeit durch Wälder wanderten, bis wir schließlich sehr überraschend unser Ziel fanden und uns auf dem Campingplatz „Ryens Den“ niederlassen konnten. Wieder trafen wir auf die beiden Australier und zu unserer Überraschung auch auf einen dänischen Wanderer, der unsere Strecken in der Hälfte der Zeit zurückgelegt hatte und mit einer richtigen Campingausrüstung daher kam. Nicht so wie wir Anfänger. Er konnte uns dafür nützliche Tipps geben und der Tag neigte sich sehr schnell dem Ende.

Der fünfte Tag versprach der anstrengendste zu werden, da das auf und ab noch extremer wurde. Das Nieseln war auch eine Art auf und ab, würde man es in einem Diagramm zusammenfassen. Mal schwach bis gar nicht, mal durchnässend wie noch nie.



In einer unserer kurzen Pausen saßen wir dann auf einer dieser kleinen Holzbrücken, die man sich auch gerne in den Garten stellt und aßen unsere Sandwiches. Das war der Moment, in dem mich ein Blutegel beißen wollte, der mein baumelndes Bein irgendwie empor gekrochen war. Keine große Sache, aber immerhin der erste Blutegel, den wir je gesehen hatten. Nach einem weiteren Abstieg kamen wir dann kurz vor unserem Ziel wieder an einen Strand, der die Geschichte eines Schiffswracks beherbergt, dessen Anker wir uns anschauen konnten. Nach einem kurzen, nicht ungefährlichen Klippenlauf, erreichten wir schließlich unseren Zielort und wurden abermals von drei fröhlichen Wanderern empfangen, mit denen wir den Rest des Abends verbrachten, unseren letzten Abend dieses Trips.

Am letzten Tag hatten wir dann einen leichteren Weg, der aber durch unsere langsame Erschöpfung eher schwer wirkte. Schon von weiter Entfernung konnten wir die Twelve Apostels sehen und die Vorfreude wuchs stetig. Obwohl der Weg neben der Great Ocean Road nicht der schönste war, fanden wir dennoch einen Abschnitt mit einem kleinen See, der uns freudig stimmte. Hätten wir nicht den falschen Weg gewählt, denn plötzlich hörte die Ausschilderung auf und wir liefen kurze 20 min in eine falsche Richtung bis wir bemerkten, dass man nicht über Wasser fliegen kann. Also wanderten wir wieder zurück über eine Brücke und letztendlich abermals an der Straße entlang, bis wir die Touristenattraktion erreichten und unsere Reise beendet war.



Nach kurzer Begutachtung und den üblichen Touristenfotos fuhren wir erleichtert und erschöpft, aber mit einem Grinsen auf den Lippen zurück nach Melbourne. Denn eines war diese Reise, was alle Anstrengungen und kurzen Verzweiflungsmomente in den Hintergrund rücken lässt. Es war ein Erlebnis. Eines, das sich trotz meiner Beschreibungen nicht in Worte fassen und nur annähernd mit Bildern nahe bringen lässt.

Vielleicht wandern wir demnächst wieder, denn wenn man dabei so viel erleben kann wie wir in den sechs Tagen, dann wird es sich lohnen.

Danke fürs Lesen und mentales dabei sein!
Euer Jannik
3.12.14 07:07
 


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