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Trip durch die Blue Mountains

Es ging endlich los! Unser Abenteuer startete mit einem Besuch bei den Blue Mountains. Da wir mit Fynn und Lennard hin fahren wollten, machten wir einen Treffpunkt in Katoomba aus und merkten auf der Hinfahrt bald, dass Kurt-Ralf etwas Schwierigkeiten mit Bergen hat. Wenn er nicht genug Schwung bekam, konnte es mal vorkommen, dass wir mit 40 bei 80 km/h den Berg hinauf tuckerten und die Autos uns wütend einer nach dem anderen überholte. Aber wir machten uns nichts daraus, Kurt-Ralf ist von 1991, der ist halt schon alt.
In Katoomba angekommen, erklommen wir noch den letzten Berg im ersten Gang und waren auch schon auf dem Parkplatz angekommen, auf dem wir unsere Freunde treffen wollten. Doch es waren nicht nur Fynn, Lennard und Paul, ein weiterer Freund aus Blacktown da, sondern noch zwei weitere Mädels und es sollten auch noch mehr kommen. Also wurden wir eine super große, coole Truppe, mit 17 Leuten. Als wir dann vollständig waren ging es auch schon in den National Park. Wir fuhren die Mega Long Valley Road hinunter, die auch absolut lang war und fast nur aus You turns bestand, zu einem freien Campingplatz und machten uns ein Lagerfeuer. Der Abend wurde sehr gemütlich und wir spielten Werwolf.



Am nächsten Morgen kamen wir auf die Idee durch die Blue Mountains zu wandern. Jannik und ich hatten ja schon die Erfahrung gemacht, dass man beim Wandern die schönsten Sachen sehen kann. Die Gruppe teilte sich in zwei Hälften. Die eine machte einen Roadtrip durch die Blue Mountains und die andere ging im Tal wandern. Jannik war beim Roadtrip dabei und ich bei der Wandergruppe.

Als wir am berühmten Aussichtspunkt über die Blue Mountains ankamen, schossen wir ein paar Bilder und starteten dann von da aus unseren 5-stündigen Walk.



Es ging erst durch normales Gestrüpp und über einen Bach, der in einen Wasserfall endete und bald ging es hinunter ins Tal, wo der Regenwald anfing. Es wurde wunderschön. Wir sahen ein paar Echsen und Wassertropfen nieselten von den Bergen auf uns hinab.



Bald teilte sich unsere Gruppe, weil Fynn seine Sonnenbrille verloren hatte und wir sie erstmal wiederfinden mussten. Wir waren also nur noch mit Paul zu dritt unterwegs. Ein Stück weiter entdeckten wir ein Wasserloch das uns sehr attraktiv vorkam und wollten gerne hineinspringen, doch wir dachten auch an die anderen, die sich sicher schon Sorgen machten wo wir bleiben. Außerdem meinte Paul, wenn wir da jetzt reinspringen und zu den anderen laufen, waren die bestimmt in einem viel cooleren Wasserloch. Also gingen wir weiter, ohne ins Wasserloch gesprungen zu sein und tatsächlich, als wir unsere Freunde wieder trafen, badeten sie gerade in einem Wasserloch das auch noch wirklich schöner war als das vorherige. Was für ein Zufall.

Da wir vorher gewusst haben, dass es auf dem Wanderweg Bademöglichkeiten gab, hatten wir Schwimmzeug dabei und sprangen ins Wasser.



Leider war das Wasser nicht nur kalt, sondern das kälteste Wasser in das ich je hineingesprungen bin. Nach dem Kälteschock und mit etwas übertriebenen Bewegungen, konnte man es jedoch ein paar Minuten aushalten und wir erkundeten eine kleine Höhle mit einem Wasserfall und machten Videos mit Janas GoPro. Jana ist eine Bekannte von Egor und ist in den Blue Mountains zu uns gestoßen. Nach diesem ausgiebigen kurzen Badespaß, ging es weiter.



Wir kamen noch an tollen Aussichtspunkten vorbei, an denen wir Pause machten und etwas aßen und am Ende des Walks mussten wir leider das Tal verlassen und wieder bergauf steigen, was zum Schluss noch ganz schön anstrengend war.



Total geschafft und glücklich gab es für jeden noch ein high-five und dann wurde erstmal eine große Verschnaufspause gemacht.

Als ich auf der Wanderung zwischendurch mal Netz hatte, rief mich Egor an und berichtete mir, die drei Mädchen aus unserem alten Container aus dem Wasserpark, die in die Blue Mountains nachkommen wollten, konnten ihren alten Van verkaufen und haben sich einen Mietvan geholt, der jedoch stehen geblieben sei. Egor und Jannik mussten die Mädels abholen und all ihre Sachen verstauen, doch sie konnten trotzdem bei uns übernachten, da wir die drei in unseren Autos unterbringen konnten. Mittlerweile haben sie einen neuen Mietwagen, doch sie hatten bei dem das Pech, das der Reifen geplatzt ist.

Nun mussten wir uns einen neuen Campingplatz suchen. Wir wollten ja nicht zu langweilig sein und wieder auf den alten gehen. Fynn und Lennard fanden einen weit in den Blue Mountains der an einen Dirttrack gelegen war. Jannik und ich dachten uns, wir können es ja mal mit Kurt-Ralf probieren und cruisten die Straße zum besagten Campingplatz hinunter. Doch das war irgendwie doch keine so gute Idee. Mit Jana und Calvin hinten im Wagen und Paul vorne holperten wir über den harten Erdboden und dachten wir explodieren gleich. Alles quietschte und ich konnte auch nicht mehr als 20km/h fahren, sonst wären wir wahrscheinlich draufgegangen. Paul fand das alles nur lustig und machte uns ein paar Oldies zum gröhlen an und Jana und Calvin wurden bei jedem Hügel durch die Gegend geschleudert. Irgendwann, nach etwa einer halben Stunde, kamen wir dann doch mal am Campingplatz an. Es war schon dunkel, also machte ich mir nur noch schnell was zu essen und ging auch früh ins Bett. Bald kamen auch die anderen vom Roadtrip wieder und wir waren wieder vollständig. Sogar noch ein paar mehr durch die drei Mädels und einen weiteren Freund von Paul.

Am nächsten Morgen offenbarte sich dann die Schönheit des Platzes. Direkt nebenan gab es einen kleinen See in dem wir baden konnten, die Sonne schien und alle frühstückten gemütlich. Doch dann wurde es wieder Zeit aufzubrechen. Da manche von uns an dem Tag weg mussten, wollten wir noch eine gemeinsame Aktion machen und am Echo Point wandern gehen. Nur diesmal nicht so lange wie am vorherigen Tag. Leider teilte sich unsere Gruppe wieder in zwei Hälften, weil wir ein bisschen langsam für die anderen waren und wir gingen den Wanderweg getrennt. Dieser war leider nicht so spektakulär. Wir sahen nur Wald, der ein bisschen zu europäisch aussah und nur ab und zu einen Wasserfall, der die Böschung hinunter kam.



Am Ende der Strecke merkten wir, dass das wohl eher was für Familien mit kleinen Kindern gewesen ist. Da wir auch viel zu spät wieder am Echo Point ankamen, waren die anderen schon weg und wir konnten auch leider Egor und Calvin nicht mehr verabschieden, die zur Ostküste aufgebrochen sind.
Die, die noch übrig geblieben sind trafen sich am ersten Campingplatz wieder, da wir es dem Kurt-Ralf nicht nochmal zutrauten, den Dirttrack ein weiteres Mal runter und wieder rauf zu fahren. Mit dem Rest der Gruppe, machten wir uns wieder ein Lagerfeuer, spielten ein paar bekloppte Spiele wie stille Post und dann wurde es Zeit sich von allen zu verabschieden, da Jannik und ich am nächsten Morgen ganz früh los wollten.

Hier sollte man noch einmal Jana erwähnen. Sie hatte erst vor mit Egor und Calvin die Ostküste hoch zu fahren, entschied sich dann aber um als sie hörte, dass Jannik und ich zur Westküste wollten. Da wir noch eine dritte Person suchten, die mit uns mitkommt, war das eine gute Gelegenheit Jana einfach mitzunehmen. Jetzt sind wir zu dritt unterwegs, auf dem Weg in den Westen.

Cheers, Tiny
31.1.15 08:36
 


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